Bildguss - Aktuelles

Das Kunstwerk des Frankfurter Künstlers Niklas Klotz wurde eingeweiht. Ein Kunstwerk, welches in Dresden einen grossen Rahmen zwischen Gestern und Heute spannen wird.

Einweihung des Kunstwerkes " Julius Otto "

Bürgermeister Dr. Ralf Lunau weihte auf dem neu gestalteten Platz zwischen Kreuzkirche und neuem Hotel am Altmarkt das kulturhistorisch wertvolle Julius-Otto-Denkmal ein. Das Denkmal für den 22. Evangelischen Kreuzkantor wurde in moderner Interpretation neu gegossen. Der Künstler Niklas Klotz orientierte sich an den historischen Vorlagen von Gustav Kietz (1824-1908) sowie den noch vorhandenen Gipsabgüssen und fügte der ursprünglichen Gruppe als zeitgenössischen Kommentar eine neue Figur hinzu. Diese Plastik hebt sich in Bearbeitung, Material und Farbe von der historischen Figurengruppe ab und stellt damit diesen aktuellen Zeitbezug her.

Ernst Julius Otto war ein bedeutender Musiker, der von 1828 bis 1875 den Dresdner Kreuzchor leitete. Das ursprüngliche Denkmal wurde 1886 vor der ehemaligen Kreuzschule am Georgplatz enthüllt. Gustav Kietz war ein Schüler des Bildhauers Ernst Rietschel. 1942 wurden die Bronzeteile des Denkmals zu militärischen Zwecken eingeschmolzen. Die Gipsabdrücke blieben erhalten, konnten 1945 geborgen und in den 80er Jahren konservatorisch behandelt werden.

Der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden beschloss 1998 das Denkmal wieder aufzustellen. Mit dem Übergang des Nachlasses von Prof. Dr. Hans Bernhard Sprung (Direktor der Chirurgischen Klinik an der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“ von 1946 bis 1963) an die Landeshauptstadt Dresden standen dankenswerterweise die erforderlichen Mittel zur Verfügung. Die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Dresden lobte daraufhin 2007 einen Gestaltungswettbewerb aus. Der Entwurf des Künstlers Niklas Klotz ging daraus als Preisträger hervor. Das Projekt kostet ca. 154 000 Euro. Aus dem Nachlass konnten 80 000 Euro dafür genutzt werden.

» Ernst Julius Otto bei Wikipedia


Seite Ende Juni 2010 ist es soweit. Eine Photovoltaikanlage wurde auf unserem Werkstattdach aufgebaut. Wir wandeln also die Sonnenenergie direkt in elektrischen Strom für z. B. unsere Wachsausschmelzöfen um. Damit kann die Bildgiesserei einen grossen Schritt in Richtung dezentrale nachhaltige Energiewirtschaft gehen. Natürlich kann sich jeder Kunde auch vor Ort über unsere Anlage informieren. Für Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung / Thomas Ihle

Nachfolgen ein kleiner Text zur Solarzelle selbst - irgendwie tröstlich faszinierend was die Materialien dieses Planeten können.

Kristalline Silizium-Solarzellen
Es war Albert Einstein der den theoretischen Hintergrund für das Verständnis der Solarzelle gelegt hat. Er hat erstmals 1906 den photoelektrischen Effekt quantenpysikalisch gedeutet. Dieser bezeichnet das Herauslesen von Elektronen aus Metalloberflächen durch Bestrahlung mit Licht bestimmter Frequenzen. Der innere photoelektrische Effekt (dem photovoltaischen Effekt) tritt in Halbleitern auf. Als Photoleitung bezeichnet man die steigende Leitfähigkeit von bestimmten Halbleitern bei Lichteinfall. Als Halbleiter wird ein Stoff bezeichnet, dessen elektrischer Widerstand geringer ist als bei einem Isolator und größer als bei einem Leiter.
Silizium ist mit 27% nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdrinde und
90% der weltweit hergestellten Solarzellen bestehen daraus.
Halbleiter, wie das Element Silizium, haben einige wenige freie Elektronen, die als Träger von elektrischen Strömen fungieren können. Damit aus einer dünnen Siliziumscheibe (Wafer) eine Solarzelle wird, muss der Wafer gezielt mit anderen Atomen "verunreinigt"(dotiert) werden. Im der Sonne zugewandten Teil des Wafers werden Phosphoratome eingebaut, die mit fünf Elektronen eins mehr als Silizium besitzen. Man nennt diesen Bereich wegen des Elektronenüberschusses eine negativ (n)-leitende Halbleiterschicht. Der Rest des Wafers ist mit einem Element dotiert, welches nur drei äußere Elektronen aufweist wie z. B. Bor. Dies ergibt einen positiv (p)-leitenden Halbleiter-Bereich mit Elektronenmangel gegenüber dem Silizium. Entscheidendes tut sich dort, wo diese beiden Bereiche sich berühren. Hier kommt es durch natürliche Diffusion in einer dünnen Grenzschicht zu einem Ausgleich von Elektronenmangel und Elektronenüberschusses. Dadurch kommt es über diese Grenzschicht hinweg zu entgegen gesetzten Ladungsverhältnissen gegenüber der jeweiligen Dotierungen.
Dadurch entsteht ein "inneres elektrisches Feld" im Bereich dieser Grenzschicht.
Elektronen werden durch Sonneneinstrahlung freigesetzt und verlassen die Zelle an der Vorderseite in den äußeren Stromkreis. verrichten Arbeit und kehren über die Rückseite zurück in die Solarzelle, wo sie von positiv geladenen Atomrümpfen wieder eingefangen werden. Dieser Prozess kann theoretisch unendlich oft durchgeführt werden, da keine Materialabnutznug besteht.
Die Lebensdauer einer Solarzelle wird durch den Herstellungsprozess und die Verarbeitung bestimmt.
Silizium ist nicht giftig, korrodiert nicht und ist nahezu unbegrenzt verfügbar.
Silizium ist mit 27% nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdrinde und 90% der weltweit hergestellten Solarzellen bestehen daraus.
Die Technologien zur Herstellung einer kristallinen Solarzelle aus dem Material Silizium ist das am weitesten fortgeschrittene Verfahren aus der Halbleitertechnik. Kristalline Silizium Solarzellen werden seit den 1950er Jahren benutzt. Seit dem ändert sich hauptsächlich der Wirkungsgrad.
Der größte Energie Teil geht durch lang- und kurzwellige Strahlung, die nicht genutzt werden kann, verloren. Die langwellige Strahlung wandert durch die Solarzelle hindurch (Transmission). Der andere Teil wird absorbiert und in Wärme umgewandelt. Der Wirkungsgrad einer Solarzelle ist das Verhältnis der abgegebenen elektrischen Energie zur einfallenden Lichtenergie.
Beste Laborzellen aus kristallinem Silizium erreichen rund 25 % Wirkungsgrad. Marktgängige Silizium-Zellen besitzen Wirkungsgrade zwischen ca. 14 und 19%.
Silizium ist nicht giftig, korrodiert nicht und findet sein natürliches Vorkommen in Quarzsand. Was bedeutet, dass es nahezu unbegrenzt verfügbar ist.
Bei der Siliziumaufbereitung wird in einem metallurgischen Verfahren der unerwünschte Sauerstoff durch mehrfaches destillieren abgetrennt.
Es entsteht ein zu 98 Prozent reines Silizium. Das kristalline Silizium für die Solarstrom-Zelle muss jedoch noch reiner sein. Auf eine Billionen Si-Atome darf nur ein fremdes Atom kommen. Durch chemische Prozesse wird Reinstsilizium gewonnen, dem Ausgangsmaterial für monokristalline oder polykristalline Siliziumblöcke, die sogenannten Ingots. Die Siliziumblöcke sind Rohmaterial für extrem dünne Scheiben die so genannten Wafer, die bis zu 200µm dünn sind und meist 15x15cm groß sind. Wafer sind entweder monokristallin oder multikristallin - je nachdem, ob das Silizium in Kristallform aus der Schmelze gezogen wurde oder in Tiegeln unter gesteuerten Prozessbedingungen erstarrte. Monokristalline Solarzellen haben zwar einen besseren Wirkungsgrad, sind aber um einiges teurer als Polykristalline Zellen. Die verschiedenen Farben der Zellen werden nur aus Architektonischen Gründen gewählt, da sie meist einen Wirkungsgradverlust mit sich bringen. Ein Nachteil beider Verfahren ist, dass ein Materialverlust von rund 50 Prozent vorhanden ist.
Quellen:
Dr. Walter Witzel, Dieter Seifried:
Das Solarbuch
Energieagentur Freiburg, 2007

Link zur Planungsgesellschaft der Photovoltaikanlage